Die Staatlichen Archive Bayerns

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Bayerisches Hauptstaatsarchiv

Schließung

Leitung: Direktor des Hauptstaatsarchivs Dr. Christoph Bachmann M.A.

Adresse: Schönfeldstraße 5-11, 80539 München / Postfach 22 11 52, 80501 München

Kontakt: Tel. 089/28638-2596, Fax 089/28638-2954, E-Mail: poststelle@bayhsta.bayern.de

Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Odeonsplatz

Öffnungszeiten Lesesaal: Mo-Do 8.30-16.30 Uhr, Fr 8.30-13 Uhr

Öffnungszeiten Repertorienzimmer: Mo-Do 8.30-11.30 Uhr, nachmittags über den Lesesaal, Fr nach Vereinbarung

 

Sprengel: Für das gesamte Staatsgebiet zuständige Behörden und Einrichtungen.

Zuständigkeit:

  • als Zentralarchiv für das Herzogtum, Kurfürstentum, Königreich und den Freistaat Bayern zuständig für die ehemaligen kurbayerischen und pfalz-neuburgischen Zentralarchive und Zentralbehörden, für die Archive der im Rahmen der Säkularisation und der Mediatisierungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts an Bayern gefallenen geistlichen und weltlichen Territorien im Bayerischen Reichskreis ohne die der Oberpfalz (Abteilung I - Ältere Bestände)
  • für die bayerischen Staatsministerien und sonstigen für ganz Bayern zuständigen Landesbehörden seit ca. 1800 (Abteilung II - Neuere Bestände)
  • nach Sachpertinenz gebildete Mischbestände überwiegend kurpfalzbayerischer und königlich-bayerischer zentralbehördlicher Provenienzen zur Geschichte des Hauses Wittelsbach sowie das von Mitgliedern des kgl. Hauses übergebene Schriftgut (Abteilung III - Geheimes Hausarchiv)
  • das Schriftgut der ehemaligen bayerischen Armee vom 17. Jahrhundert bis 1919 (Abteilung IV - Kriegsarchiv)
  • staatliches Behördenschriftgut des 19. und 20. Jahrhunderts ergänzendes nichtstaatliches Archivgut, z.B. politische Nachlässe, Schriftgut von Körperschaften, Parteien Verbänden sowie Sammlungsgut wie Plakate, Flugblätter, Druckschriften etc. (Abteilung V - Nachlässe und Sammlungen)

Umfang: 56.301 lfm. mit ca. 4,11 Millionen Archivalieneinheiten (Stand: 31. Dezember 2024).

 

Hier kommen Sie zum virtuellen Lesesaal der Staatlichen Archive Bayerns.

 

Benutzung und Beratung nach Voranmeldung:

  • Die Anzahl der Arbeitsplätze im Beratungszimmer und im Lesesaal der Abteilungen I, II und V ist begrenzt. Wir bitten daher um eine Voranmeldung unter 089/28638-2555 oder per Email an Reservierung@bayhsta.bayern.de 
  • Für die rechtzeitige Vorlage der Archivalien empfehlen wir, diese mindestens 24 Stunden (arbeitstäglich) vor dem Besuch vorzubestellen.
  • Mehrere Bestände sind in einem Depot ausgelagert, das nur einmal wöchentlich angefahren wird. Vor der Planung eines Archivbesuchs empfiehlt sich daher eine telefonische Anfrage.
  • Als technische Hilfsmittel dienen Mikrofilm­(fiche-) lese­geräte und Readerprinter. Anschlussmöglichkeiten für pri­va­te elektronische Eingabegeräte sind gegeben. Fotoaufträge werden nach Maßgabe des gültigen Ge­büh­renverzeichnisses für die Anfertigung von Licht­bildaufnahmen in der archiveigenen Fotowerkstätte ab­gewickelt, Readerprinterko­pien können vom Benützer selbst angefertigt werden. Das Bayerische Hauptstaatsarchiv verfügt über eine eigene Restaurierungswerk­stätte, die auch für die übrigen Staatsarchive arbeitet.

 

In den Lesesälen des Bayerischen Hauptstaatsarchivs können Benutzer auch selbst digitale Fotografien aus Archivalien erstellen. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen finden Sie in den Benutzungshinweisen.

 

Organisationsplan

Nach der Verordnung über die Gliederung der Staatlichen Archive Bayerns vom 28. Mai 1990 (GVBl S. 175) obliegt dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv „die Archivierung des Archivguts der staatlichen Stellen, die für das gesamte Staatsgebiet zuständig sind“.

Im einzelnen ist das Bayerische Hauptstaatsarchiv zuständig 

  • als Zentralarchiv für das Herzogtum, Kurfürstentum, Königreich und den Freistaat Bayern für die ehemaligen kur­bayerischen und pfalz-neuburgischen Zentralarchive und Zentralbehör­den, die bei Bayern verbliebene kurpfälzische und pfalz-zweibrückische Überlieferung, die Archive der im Rahmen der Säkularisation und Mediatisierung zu Be­ginn des 19. Jh. an Bayern gefallenen geistlichen und welt­lichen Institutionen des Bayerischen Reichskreises (ohne Oberpfalz) (Abteilung I - Ältere Bestände);
  • für die baye­ri­schen Staatsministerien und sonstigen für ganz Bayern zuständigen Landesbehörden seit ca. 1800 (Abteilung II - Neuere Bestände):
  • für nach Sach­pertinenz gebildete Mischbestände überwiegend kur­pfalzbayerischer und königlich-bayerischer zentral­behördlicher Provenienzen zur Ge­schich­te des Hau­ses Wittelsbach sowie das von Mitgliedern des kgl. Hauses übergebene Schriftgut (Abteilung III - Ge­hei­mes Hausarchiv);
  • für das Archivgut der ehemaligen baye­rischen Armee vom 17. Jh. bis 1919 (Abteilung IV - Kriegsarchiv); 
  • und für das Schriftgut der nicht selbst ar­chivierenden, unter Aufsicht des Staates stehenden Körperschaften, An­stal­ten und Stiftungen des öffentlichen Rechts sowie nichtstaatliches Archivgut zur Er­gänzung der Behördenakten, näm­lich politische Nach­lässe, Verbandsschriftgut und Samm­lungsgut wie Plakate, Flugblätter, Druckschriften etc. (Abteilung V Nachlässe und Sammlungen).

Nach der Gliederungsverordnung obliegen dem Baye­rischen Hauptstaatsarchiv weiterhin „die ihm zugewiesenen zentralen fachlichen Aufgaben“. Diese bestehen zur Zeit in der praktischen Durchführung der Reprographie ein­schließlich der Sicherungs- und Schutzverfilmung sowie der Restaurierung und Konservierung.

Die Archivorganisation von 1799 und die in ihrer Fol­ge eingetretene Zerstörung der gewachsenen Fonds standen im Gegensatz zu dem seit dem 19. Jh. geforder­ten und heute als archivischem Grundsatz allgemein anerkannten Provenienzprinzip, d.h. der geschichtsbezogenen Ordnung der Archivalien nach ih­rer Herkunft. Trotz des organisatorischen Zusammen­schlusses der Münchener Zentralarchive von 1921 wur­de diesen Forderungen in der Praxis jedoch nur zögernd Raum gegeben. Die einzelnen Abteilungen des Hauptstaatsarchivs verblieben in ihren angestamm­ten, von­einander getrennten Räumlichkeiten, und eine Bestände­bereinigung zwischen ihnen wurde nicht in Angriff genommen. Aber man machte einen ersten Schritt hin zur Wiederherstellung historischer Zusammenhänge, indem man begann, das Provenienz­prinzip auf die nahezu vollständig in der ehemaligen Abteilung I des Hauptstaatsarchivs verwahrten Urkun­den des altbayerisch-schwäbischen Archivbereichs an­zu­wenden. So sind diese Urkundenfonds inzwischen – vor allem aufgrund der systematischen Analysen der 1960er und 1970er Jahre – wieder aufgebaut. Die historischen Akten- und Amtsbuchbestände (in Bayern seit dem 19. Jh. meist zusammenfassend als Lite­ra­lien bezeichnet) waren nicht nur zwischen den Mün­che­ner Zentralarchiven, sondern auch zwischen diesen und den Staatsarchiven (vorher Archivkonservatorien, dann Kreisarchive) in Altbayern und Schwaben auf­geteilt worden. Hier setzte die Wiederherstellung histo­rischer Fonds zunächst einmal die Festlegung ein­deutiger Zuständigkeiten für die historischen Be­stän­de voraus. Dies geschah durch eine umfassende Be­ständebereinigung im altbayerisch-schwäbischen Raum und war eine wichtige Voraussetzung für die Neu­gliederung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs vom 1. Januar 1978. Die historische Zuständigkeit im altbayerischen Raum wurde in der Weise festgelegt, dass das Bayerische Hauptstaatsarchiv zuständig für alle Archivalien der kurbayerischen und pfalz-neu­bur­gi­schen Zentralbehörden sowie der Hochstifte, Klöster und wenigen weltlichen Reichsstände des ehemaligen Bayerischen Reichskreises (ohne Oberpfalz) wur­de, während den Staatsarchiven München und Lands­hut die kurbayerischen Mittel- und Unterbehörden zuge­wiesen wurden. Für die Bestände der historischen Ober­pfalz (Fürstentum der Oberen Pfalz) ist das Staats­archiv Amberg zuständig. Diese erstmalige Fest­legung eindeutiger Zuständigkeiten im altbayerischen Archivbereich hatte einen Austausch von Be­ständen großen Ausmaßes zwischen diesen Archiven zur Folge. Die Archivalien des ehemaligen Schwä­bi­schen und Österreichischen Reichskreises wurden dem schwäbischen Staatsarchiv zugewiesen, das sich seit 1989 in Augsburg befindet (vgl. Kurzführer Staats­archiv Augsburg, 1993). Die zuletzt noch in München zentralisierten Urkunden fränkischer Provenienzen bis zum Jahre 1400 wurden 1993/94 den Staats­archiven in Bamberg, Nürnberg und Würzburg zurückgegeben.

Der Umzug in den Neubau an der Schönfeldstraße war der Anlass, die geplante Neuorganisation des Baye­rischen Haupt­staatsarchivs am 1. Januar 1978 Wirk­lichkeit werden zu lassen. Ihr Kernstück war die Vereinigung der auf die ehemaligen Abteilungen I Allgemeines Staatsarchiv (ehemaliges Allgemeines Reichsarchiv) und II Geheimes Staats­archiv aufgeteilten Bestände und ihre Gliederung in je eine Abteilung für die älteren und neueren Bestände mit dem zeitlichen Schnitt um 1800.

Das Bayerische Hauptstaatsarchiv besteht seit diesem Zeit­punkt aus den sechs Abteilungen:

  • Abteilung Z - Zentrale Angelegenheiten,
  • Abteilung I - Ältere Bestände),
  • Abteilung II - Neuere Be­stände,
  • Abteilung III - Ge­hei­mes Hausarchiv,
  • Abteilung IV - Kriegsarchiv, 1885 errichtet und 1946 dem Bayerischen Haupt­staats­archiv als Abteilung angegliedert, sowie 
  • Abteilung V - Nach­lässe und Sammlungen.

 

Das Bayerische Hauptstaatsarchiv wurde mit Verordnung vom 16. Juli 1921 (GVBl S. 379) durch den organisatorischen Zusammenschluss der bis dahin in München bestehenden drei Zentralarchive, des Allgemeinen Reichsarchivs, des Geheimen Staatsarchivs, des Geheimen Hausarchivs, sowie des damaligen Kreisarchivs München (heute Staatsarchiv München) gegründet. Die genannten drei Zentralarchive waren durch das Archivstatut Kurfürst Max IV. Josephs vom 26. Juni 1799 aus den bis zu diesem Zeitpunkt in München bestehenden wittelsbachischen Zentralarchiven, dem Inneren oder Geheimen (Urkunden-) Archiv, dem Äußeren (Akten-) Archiv und der für das Aus­wärtige Departement des Geheimen Rats eingerichteten Geheimen Staatsregistratur nach Sachpertinenz gebildet worden. Das Geheime Landesarchiv (seit 1812 Allgemeines Reichsarchiv) sollte nach dem Archivstatut von 1799 die für die innere Landesverwaltung und die Beziehungen zu den einzelnen deutschen Reichsständen bezüglichen Archivalien aufnehmen, das Geheime Staatsarchiv erhielt die Masse des Schriftguts der Geheimen Staatsregistratur und war für die Archivalien bestimmt, die das Verhältnis Kurpfalzbayerns zum Ausland und zum Reich zum Inhalt hatten, und das Geheime Hausarchiv sollte für das die wittelsbachischen Familienangelegenheiten im weitesten Sinne betreffende Schriftgut zuständig sein. In das Geheime Staats- und in das Geheime Hausarchiv gelangten entsprechend ihrer Zuständigkeit auf die­se Weise auch umfängliche Bestände aus den Ar­chi­ven der Kurpfalz und Pfalz-Zweibrückens. Diese Archive bildeten von der Gründung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs im Jahre 1921 bis zu seiner Neuorganisation am 1. Januar 1978 dessen Abteilungen I All­gemeines Staats­archiv (so genannt seit 1960), II Geheimes Staatsarchiv und III Geheimes Hausarchiv.

Die Archivorganisation von 1799 führte zu einer Auf­teilung gewachsener Fonds, die infolge der Unzulänglichkeit des hierfür zugrunde gelegten Prinzips sehr willkürlich und zu­fällig ausfiel. Das Geheime Landesarchiv wurde als Provinzialarchiv der „Provinz Baiern“ (Altbayern ohne Oberpfalz) ab 1803 auch für die Archive der durch die Säkularisation aufgelösten Klöster und Hochstifte im Bereich des heutigen Ober- und Niederbayern zuständig. Nach Errichtung des Königreichs Bayern (1806) wurde es im Jahre 1812 zum Allgemeinen Reichsarchiv erklärt, also zu einem das ganze Königreich umfassenden universalen Zentralarchiv, neben dem alle anderen im Königreich be­stehenden Archive nur noch Filialen darstellen sollten. Eine Zentralisierung so großer Mengen von Archiva­lien, jetzt auch aus weiteren Zuwachsgebieten (z.B. Schwaben, Tirol und Salzburg), war nur bei strengster Auslese durchzuführen. Hierbei unterschied man zwi­schen „archivalischem“ Schriftgut, worunter man Ur­kun­den und eine Auswahl von wichtigen Amtsbüchern und Akten (sog. Literalien) zählte, und „nicht­ar­chivalischem“ Schriftgut, wo­zu die Masse der übrigen Unterlagen (Akten, jüngere Amtsbücher, Protokolle, Rech­nungen etc.) gezählt wurde. Das Allgemeine Reichs­archiv sollte nur das „archivalische“ Schriftgut übernehmen. Dieses wurde hier nach Gesichtspunkten der Pertinenz der Einzeldokumente geordnet. Auf diese Weise wurden die Archive der seit der Säkularisation und Mediatisierung an Bayern gefallenen Institutionen und Territorien des altbayerisch-schwä­bi­schen Raumes völlig miteinander vermischt, die ursprünglichen Fonds weitgehend zerstört. Im Allgemeinen Reichsarchiv wie in seinem Aktendepot (dem späteren Kreisarchiv und heutigen Staatsarchiv München) entstanden riesige Mischbestände (s.u. S. 13 u. 25). Ge­gen­über Franken allerdings wirkten sich diese Grundsätze letztlich nur in der Konzentration der Urkunden vor 1401 in München aus. Das als „nichtarchivalisch“ an­ge­sehene Schrift­gut wurde den Archivkonservatorien, den Vor­läufern der heutigen Staats­archive (bis 1921 Kreisar­chive) in den einzelnen Regierungsbezirken, überlas­sen. In München war das Archiv­kon­ser­va­to­rium als die eigentliche Aktenabteilung des Allge­meinen Reichs­archivs bis 1825 diesem direkt ange­gliedert und wurde mit der unveränderten Be­zeich­nung „Kreisarchiv München“ 1921 zu einer eigenen Abteilung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs. In dieser Eigenschaft führte es ab 1960 die Be­zeichnung „Staats­archiv für Oberbayern“. 1971 wurde es unter dem Namen „Staats­archiv München“ aus dem Verband des Baye­rischen Hauptstaatsarchivs herausgelöst und als selbst­ständige Behörde den übri­gen Staatsarchiven in Bayern gleichgeordnet.

Das Bayerische Hauptstaatsarchiv befand sich bis 1944 zu­sam­men mit der Bayerischen Staatsbibliothek in dem 1843 fertiggestellten monumentalen Archiv- und Bibliotheksgebäude Ludwigstraße 16. Nach des­sen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg war es bis zum Jahre 1977 notdürftig im Ge­bäude Arcisstraße 12, einem der sog. Führerbauten, unter­gebracht, da das Gebäude an der Ludwigstraße nach seinem Wieder­auf­bau nur noch die Staatsbibliothek aufnehmen konn­te. 1977/78 bezog es den klassizistischen Gebäu­de­komplex an der Ludwig-/Schönfeldstraße, in den einige Jah­re zuvor bereits die Abteilungen Geheimes Hausarchiv und das ehemalige Geheime Staatsarchiv sowie das Staatsarchiv München eingezogen waren. Diese Bauten waren in den Jahren 1822 bis 1830 im Auftrag König Ludwigs I. von Leo von Klenze für das damalige bayerische Kriegsministerium errichtet, im Zweiten Weltkrieg zerstört und seit 1964 für das Bayerische Hauptstaatsarchiv wieder aufgebaut und durch einen modernen Magazin- und Verwaltungsbau er­gänzt worden.

Die Abteilung IV Kriegsarchiv ist in dem 1928 errichteten Gebäude Leonrodstraße 57 untergebracht. Die Masse seiner Bestände zusammen mit solchen der übri­gen Abteilungen des Hauptstaatsarchivs und des Staatsarchivs München sind im anschließenden Magazingebäude an der Fasaneriestraße aufgestellt (als militärisches Traindepot 1897/98 errichtet).

Die Bestände des Bayerischen Hauptstaatsarchivs um­fas­sen (Stand: 31.12.2024) rund 4,1 Millionen Ar­chi­valieneinheiten im Umfang von annähernd 56.301 laufenden Metern. Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 794. Im ein­zel­nen verwahrt das Hauptstaatsarchiv aus der Zeit vor 1800 etwa 276.300 Ur­kun­den (3.460 lfm), über 624.000 Akten und Bände (13.160 lfm) und nach Metern nicht er­fasste Selekte und Sammlungen von knapp 25.000 Karten und Plänen sowie 226.000 Siegelreproduktionen und Wappenbildern, aus der Zeit nach 1800 etwa 5.330 Urkunden (93 lfm), 1.600.000 Akten (31.200 lfm), 322.600 Karten und Plänen, Sammlungsgut (Plakate, Flug­blät­ter, Fotos, Bilder etc.) im Umfang von 594.000 Einheiten (1.030 lfm) und Archivalien in Filmform mit 156.000 Einheiten.

Die Bestände sind durch Repertorien (Findbücher) von un­ter­schiedlicher Ausführlichkeit und Intensität in Band- oder Karteiform erschlossen. Zu erwähnen sind besonders die Kartei über die in den bayerischen Staatsarchiven vor­han­denen mittelalterlichen Urkunden bis 1400, in der rund 58.000 Urkunden nach dem Datum und den Namen der Aussteller und der Siegler verkartet sind, sowie die Personen-, Orts- und Sachkartei zu den Akten der Ministerien und anderen obe­ren Landesbehörden des 19. und 20. Jahrhunderts (ca. 350.000 Akten verkartet).

Die Präsenzbibliothek enthält einschließlich der zwei Teilbibliotheken in den Abteilungen III Ge­hei­mes Hausarchiv und IV Kriegsarchiv rund 230.000 Bän­de. Sammelgebiete sind Archivwesen einschließlich Archiv­technik, Quelleneditionen und Darstellungen zur baye­rischen und deutschen Ge­schich­te, geschichtliche Hilfs­wissenschaften, bayeri­sche und deutsche Verfas­sungs-, Verwaltungs-, Rechts- und Kirchengeschichte, Geschichte des Hau­ses Wittelsbach (Abt. III Geheimes Hausarchiv), baye­rische und deutsche Militärgeschichte bis zum Ersten Welt­krieg einschließlich Vorschriftensammlungen und Rang­listen (Abt. IV Kriegsarchiv).

Im Hauptlesesaal an der Schönfeldstraße steht den Be­nützern eine Freihandbibliothek von rund 10.000 Bän­den zur Ver­fügung.

Veröffentlichungen über das Bayerische Hauptstaatsarchiv finden Sie hier. 

Das Bayerische Hauptstaatsarchiv in München ist das zentrale Archiv des Freistaats Bayern. Es verwahrt die wichtigsten Quellen zur bayerischen Geschichte vom 8. Jahrhundert bis heute. Mit seinen 3,8 Millionen Einzeldokumenten gehört es zu den größten und bedeutendsten Archiven der Welt. Für seine Aufgabenerfüllung im Bereich der Kulturpflege bedarf das Archiv auch der Unterstützung aus der Gesellschaft.

Der 2001 gegründete Verein der "Freunde und Förderer des Bayerischen Hauptstaatsarchivs" hat sich zum Ziel gesetzt:

  • das Bayerische Hauptstaatsarchiv einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen
  • das Bayerische Hauptstaatsarchiv beim Erwerb und bei der Sicherung von Archivgut zu unterstützen
  • dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv Mittel für die Restaurierung und Erhaltung gefährdeter Archivalien zur Verfügung zu stellen
  • die historisch-politische Bildungsarbeit des Bayerischen Hauptstaatsarchivs zu fördern (Publikationen, Ausstellungen, Tagungen).

Um diese Aufgaben erfüllen zu können, ist das Bayerische Hauptstaatsarchiv auf die Mitwirkung und finanzielle Unterstützung möglichst vieler Freunde und Förderer angewiesen. Durch das Angebot von wissenschaftlichen Vorträgen, Veranstaltungen und Einladungen zu Ausstellungseröffnungen soll die Verbundenheit der Mitglieder des Vereins mit dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv gefestigt werden.

Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 30 Euro, für Partner 40 Euro und für juristische Personen 100 Euro. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind steuerlich absetzbar.

 

Mitglied werden:

Wenn Sie dem Verein der Freunde und Förderer des Bayerischen Hauptstaatsarchivs e.V. beitreten möchten, füllen Sie bitte das Formular aus, das Sie hier herunterladen (PDF-Flyer mit Anmeldeformular) können und schicken Sie es uns ausgefüllt per Post.

Unsere Satzung finden Sie hier (PDF-Datei zum Download).

 

Termine und Veranstaltungen:

Falls Sie zusätzlich per email über die Veranstaltungen des Vereins informiert werden möchten, geben Sie uns bitte Ihre email-Adresse über foerderverein@bayhsta.bayern.de bekannt.

 

Adresse und Kontakt:

Freunde und Förderer des Bayerischen Hauptstaatsarchivs
c/o Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Schönfeldstraße 5
80539 München
Tel: 089/ 28638 2596
Fax: 089/ 28638 2954
E-mail: foerderverein@bayhsta.bayern.de

Den virtuellen Rundgang durch das Bayerische Hauptstaatsarchiv finden Sie hier: Rundgang starten

Abteilung I - Ältere Bestände

Adresse: Schönfeldstr. 5-11, 80539 München / Postfach 22 11 52, 80501 München

Kontakt: Tel. 089/28638-2596, Fax 089/28638-2954

E-Mail: poststelle@bayhsta.bayern.de

Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Odeonsplatz

Öffnungszeiten Lesesaal: Mo-Do 8.30-16.30 Uhr, Fr 8.30-13 Uhr

Öffnungszeiten Repertorienzimmer: Mo-Do 8.30-11.30 Uhr, nachmittags über den Lesesaal, Fr nach Vereinbarung

Öffnungszeiten der Fotostelle: Mo - Fr 8:30 -12.00 Uhr

Abteilung II - Neuere Bestände

Adresse: Schönfeldstr. 5-11, 80539 München / Postfach 22 11 52, 80501 München

Kontakt: Tel. 089/28638-2596, Fax 089/28638-2954

E-Mail: poststelle@bayhsta.bayern.de

Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Odeonsplatz

Öffnungszeiten Lesesaal: Mo-Do 8.30-16.30 Uhr, Fr 8.30-13 Uhr

Öffnungszeiten Repertorienzimmer: Mo-Do 8.30-11.30 Uhr, nachmittags über den Lesesaal, Fr nach Vereinbarung

Öffnungszeiten der Fotostelle: Mo - Fr 8:30 -12.00 Uhr

Abteilung III - Geheimes Hausarchiv

Adresse: Ludwigstr. 14 (Eingang), 80539 München

Kontakt: Tel. 089/28638-2517, Fax 089/28638-2901

E-mail: hausarchiv@bayhsta.bayern.de

Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Odeonsplatz

Öffnungszeiten: Mo-Do 9-12 Uhr, 13.30-16 Uhr; Fr. 9-12.30 Uhr

Die Benützung der Abt. III Geheimes Hausarchiv unterliegt der Zustimmung des Chefs des Hauses Wittelsbach.

Benutzung und Beratung nach Voranmeldung:

  • Die Anzahl der Arbeitsplätze im Lesesaal der Abteilung III ist begrenzt. Wir bitten daher um eine Voranmeldung. Teilen Sie uns bitte mit, ob Sie den Platz vormittags (9-12 Uhr), nachmittags (13.30-16 Uhr) oder ganztägig benötigen. Am Freitag ist der Lesesaal nur am Vormittag geöffnet.

Abteilung IV - Kriegsarchiv

Adresse: Leonrodstr. 57, 80636 München

Kontakt: Tel. 089/18951680, Fax 089/28638-2954

E-mail: poststelle@bayhsta.bayern.de

Verkehrsanbindung: Bus- und Tramhaltestelle Fasaneriestraße

Öffnungszeiten: Mo-Do 8.30-16 Uhr; Fr. 8.30-13 Uhr

Benutzung und Beratung nach Voranmeldung:

  • Die Anzahl der Arbeitsplätze im Lesesaal der Abteilung IV, Kriegsarchiv ist begrenzt. Wir bitten daher um eine Voranmeldung. Teilen Sie uns bitte mit, ob Sie den Platz vormittags (8.30-12 Uhr), nachmittags (13-16 Uhr) oder ganztägig benötigen. Am Freitag ist der Lesesaal nur am Vormittag geöffnet.

Abteilung V - Nachlässe und Sammlungen

Adresse: Ludwigstr. 14 (Eingang), 80539 München

Kontakt: Tel. 089/28638-2596, Fax 089/28638-2954

E-mail: poststelle@bayhsta.bayern.de

Verkehrsanbindung: U-Bahnhof Odeonsplatz

Öffnungszeiten: Mo-Do 8.30-16.00; Fr. 8.30-13.00

Anschrift

Schönfeldstraße 5-11, 80539 München (Postfach 22 11 52, 80501 München)

Kontakt

Tel. 089/28638-2596 Fax 089/28638-2954 E-Mail: poststelle@bayhsta.bayern.de

Leitung

Direktor des Hauptstaatsarchivs Dr. Christoph Bachmann M.A.

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