Die Gaibacher Konstitutionssäule – zu Ehren der Bayerischen Verfassung von 1818

Eine kleine Ausstellung des Staatsarchivs Würzburg vom 6. Juni bis 20. Juli 2018.

Ausstellungsplakat

Die Bayerische Verfassung von 1818 wird in diesem Jahr 200 Jahre alt. Das Staatsarchiv Würzburg nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, die Ausstellung „Die Gaibacher Konstitutionssäule – zu Ehren der Bayerischen Verfassung von 1818“ zu präsentieren.
Aus Begeisterung für die Verfassung von 1818 ließ Franz Erwein Graf von Schönborn (1776-1840) auf dem höchsten Punkt seines Schlossgartens zu Gaibach nach den Plänen des berühmten Baumeisters Leo von Klenze eine Konstitutionssäule errichten. Sowohl anlässlich der Grundsteinlegung (1821) wie auch der Einweihung (1828) fanden große Volksfeste statt, bei welchen auch König Ludwig I. anwesend war. Graf Schönborn, erbliches Mitglied der Kammer der Reichsräte, baute in enger Harmonie mit dem Königshaus sein Schloss und seinen Schlossgarten in Gaibach zu einem Zentrum der Verfassungsbewegung und -feiern in Franken aus.
Die Ausstellung präsentiert Archivalien zu Planung, Bau und Feierlichkeiten rund um die Konstitutionssäule, darunter Originalhandschriften des Königs und des Baumeisters Klenze. Im Mittelpunkt steht die einzig erhaltene Bauentwurfszeichnung des Architekten aus dem Archiv der Grafen von Schönborn, das im Staatsarchiv Würzburg deponiert ist. So fortschrittlich die Verfassung in Teilen war und so integrativ sie für Bayern wirkte, gab sie doch zugleich auch Anlass für politische Spannungen über das ganze 19. Jahrhundert hinweg. Die Konstitutionssäule zu Gaibach steht zugleich für die Freude, mit welcher die Verfassung in Franken aufgenommen wurde, wie die Enttäuschung jener liberalen Kräfte, die sich eine Weiterentwicklung der Verfassung hin zu demokratischen Prinzipien wünschten. Noch 1830 übersandte König Ludwig I. dem Grafen Schönborn den ebenfalls in der Ausstellung präsentierten bayerischen Geschichtskonventionstaler zur Säule mit den Worten „ein inniger Verfassungsfreund schickt ihn einem anderen“. Nur zwei Jahre später sorgten jedoch die Folgen des Gaibacher Fests von 1832, insbesondere die Verhaftung des Würzburger Bürgermeisters und Hauptredners Wilhelm Joseph Behr und dessen Verurteilung als Hochverräter, für eine große Enttäuschung unter den Anhängern liberaler Verfassungsideen. Akten der Regierung des Untermainkreises belegen die nun folgende politische Überwachung und Zensur und stehen damit für die restaurative Wende in Bayern unter König Ludwig I.

Die Ausstellung ist vom 6. Juni bis 20. Juli 2018 im Foyer des Staatsarchivs Würzburg, Residenzplatz 2 (Residenz-Nordflügel), 97070 Würzburg zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: Mo–Mi 8.00–16.00 Uhr, Do 8.00–20.00, Fr 8.00–13.30 Uhr. Führungen für Gruppen können kostenfrei gebucht werden unter Tel. 0931/355 29-0 und E-Mail: poststellestawu.bayern.de

 

 

 


Wichtige Hinweise


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